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Chronik > Die Zukunft
 
Was bringt die Zukunft?

Als privates, mittelständisches Omnibusunternehmen haben wir gelernt, auf die Veränderungen der Ansprüche für Busreisen und Linienverkehre schnell, flexibel, kostengünstig und qualitätsorientiert zu reagieren. Die neue Herausforderung ist Wettbewerb im Linienverkehr. Der ÖPNV wird durch Bund, Land und Energie quersubventioniert. Diese öffentlichen Haushaltsmittel werden dramatisch gekürzt, mit dem Ergebnis, dass die Aufgabenträger des ÖPNV versuchen müssen, im EU-weiten Wettbewerb die ÖPNV-Leistungen mit weniger Subvention weiter anbieten zu können.

Das private Omnibusgewerbe hat seine Stärken in Bezug auf die effektive und preiswerte Erstellung der Leistung zu beweisen. Wenn der EU-Wettbewerb die unternehmerische Eigenverantwortung in Planung, Organisation und Durchführung des ÖPNV zulässt, haben wir gute Chancen. In Konkurrenz mit den EU-Global-Players, den kommunalen Eigenbetrieben und den staatlichen Bahnbus-Gesellschaften haben wir noch immer unsere Vorteile.

Die Nachteile in Personalstruktur und Finanzausstattung können bei geschicktem Einsatz aller Möglichkeiten, auch durch Kooperationen in Vorteile gewandelt werden.

Alle ÖPNV-Beteiligten müssen den Mut aufbringen, in einer ehrlichen Analyse festzustellen, welchen ÖPNV unsere Kunden und Fahrgäste wirklich wollen und was sie bereit sind, dafür zu bezahlen. Der realistische und bezahlbare ÖPNV bietet uns den ÖPNV-Markt, in dem wir weiter unsere Leistungen einbringen können.

Die größten Gefahren stecken in einem ÖPNV-Wettbewerb, der über EU-Verordnung politisch motiviert, Ausnahmen ermöglicht und nicht offen, fair und transparent zu Lasten der privaten, mittelständischen Unternehmen geführt wird.

75 Jahre sind vorbei. Morgen beginnt die Zukunft. Es wird spannend.

Axel Zickenheiner im Oktober 2003